Samstag, 23. April 2022

Samstag, 23. April 2022 Pattaya: außer Spesen nichts gewesen

Das umschreibt es eigentlich ganz gut.  Der Tag heute war als reiner Strandtag geplant, und genau so habe ich es auch gemacht. Ich habe hier auf meinem Zimmer ein kleines Frühstück eingenommen und bin dann erst mal an den Strand gegangen. Da war morgen früh noch nicht sehr viel los, aber man sah, dass ich die Anbieter dort auf einem großen Tag vorbereiten. Pattaya ist ein beliebtes Wochenend Ziel für die Leute in Bangkok. Die fallen dann hier reihenweise ein.










Ich bin dann aber erst mal zurück ins Hotel gegangen und habe mir den Pool angesehen. Das Wasser ist etwas trübe und hat nicht so sehr eingeladen, da mal rein zu springen. Außerdem war es sehr warm. Ich habe dann mal die Dusche ausprobiert, und die war okay. Da konnte man sich super erfrischen. 

Also: Badehose an, Kopfhörer auf, was zu lesen neben die Liege und fertig! Da habe ich dann ganz gemütlich gelegen, und nur periodisch von einer Sonnenliege auf eine Schattenliege gewechselt. Das kann man ziemlich lange aushalten! 










Gegen Mittag bin ich dann mal zum Strand runter gegangen. Das war nicht ganz so erfreulich, weil gerade Ebbe war. Das Wasser war ziemlich weit weggegangen, und es schien auch weiter draußen sehr flach zu sein. Ich bin mal reingegangen, aber nur nach dem Motto: dabei sein ist alles! 










Aber ich habe sehr gemütlich unter ein paar Palmen gelegen, die mir Schatten gegeben haben, und der stetige Wind machte das ganze noch viel angenehmer! Später am Nachmittag habe ich mich dann noch mal umgebettet und bin wieder an den Pool gegangen. 


Dann, am frühen Abend, habe ich einen kleinen Spaziergang am Strand gemacht und mir das Treiben noch mal angesehen. Dabei bin ich an einem großen Comdo vorbei gekommen, vor dem viele Autos parken. 

Dann traf mich fast der Schlag: Clint Eastwood ist hier! 

Unzweifelhaft! Woher ich das weiß? 

Sein Auto stand hier: ein grüner Ford Torino. 








Ein wunderbares Auto! 


Mein Spaziergang endete dann am Nachtmarkt, wo ich mir wenigstens einen Smoothie (Melone/Orange) gönnte. Sehr sehr lecker! 










So habe ich diesen Tag sehr ruhig und unspektakulär verbracht. Morgen früh muss ich früh aufstehen, um 7:30 Uhr geht mein Bus!

Freitag, 22. April 2022

22. April 2022 Bordellbesuch: Fahrt nach Pattaya

Das Hotel hier in Bangkok gefällt mir so gut, dass ich mein sonst sehr geschätztes Roof View Place gecancelt habe. Der Host hier ist einfach nett und die Lage ist noch besser. Ein Glücksfund. 


Ich hatte auch aus Interesse mal den Vermieter gefragt, wie man hier den Krieg in Europa sieht. Ich hatte auf den Titelseiten der Zeitungen nie einen Hinweis gesehen.

Er bestätigte das. Lediglich die Bangkok Post hätte mal darüber berichtet und es auch als Invasion bezeichnet. Aber viel mehr ist darüber nicht zu finden.Im Alltag berührt das die Thai nicht.


Wir  haben noch über dies und das gesprochen und ich wollte wissen, wann er das Hotel gekauft habe. Nein, gekauft nicht, nur gemietet. Er meinte, in dieser Gegend würde ein qm so ab 30.000€ gehandelt werden. Vor 10 Jahren wären es noch 2000 gewesen. Auch nicht uninteressant.


Das Frühstück heute war ok und ich bin einfach ganz gemütlich in Richtung Chao Phaya - Fluss gelaufen. Die Temperaturen hier können was!

Aber auch hier ist vieles verändert. Die Passagierschiffe sind irgendwie weniger geworden. Auch insgesamt der Verkehr auf dem Wasser ist viel weniger. Vielleicht habe ich was falsch gemacht, aber ich konnte auch nur das Touristenboot buchen. 








Das ist teurer, als die „Orange Linie“ und langsamer. Dafür ist es ein Riesenkahn. Zusammen mit 2 anderen Touristen bin ich dann in Richtung Wat Arun gefahren. Was ich da wollte? 

Nichts.

Ich wollte einfach nur eine kleine Runde auf dem Fluss drehen.

Und der Fahrtwind tat wieder richtig gut!

Vor dem Königspalast waren viele militärisch aussehende Boote unterwegs. Ob Militärs oder Polizei kann ich nicht sagen. Sie schirmten den Anleger ab und eines der Schiffe kam unserem auch nahe und gab offensichtlich Zeichen, langsam zu fahren und einen Bogen zu schlagen. Der König? Mal nicht in Deutschland? 






Mehr hatte ich mir für heute früh nicht vorgenommen.

Also wieder zurück. 

In der Nähe der Khao San rief jemand hinter mir her. Das passiert hier dauernd. 

Tuktuk?

You want a suit?

Girls?

Haschisch?

Drink….

Es gibt viele Gründe, einen Farang anzusprechen. Wobei mich die Nummer mit dem Haschisch ziemlich erstaunt. Der Handel mit Rauschgift wird hier mit der Todesstrafe geahndet und selbst, wenn man mit einem „blauen Auge“ davonkommt: das ‚Bangkok Hilton‘ hat einen extrem schlechten Ruf!


Ich hatte den Typ aus dem Augenwinkel gesehen. Gut angezogen, eventuell ein Schlepper oder ain Taxifahrer?

Ich machte eine ablehnende Handbewegung und ging weiter. 

Da rief er hinter mir her: Mister, Mister! I can read your Tattoo! Myanmar! I can read it! Leschaudu! Wanderer! 

Jetzt drehte ich mich um. Der Typ strahlte und zeigte auf meinen Arm. Leschaudu!

Irgendwie schien er sich zu freuen. Er reichte mir seine Hand und schüttelte meine herzlich. Wir unterhielten uns kurz. Er wollte natürlich wissen, wann und wo ich in Burma gewesen bin. Und dann erzählte er, dass man in Burma heute nicht mehr leben kann. Seit 2020 Aung Suu Kyi unter Arrest gestellt worden ist, würde da nur noch Gewalt herrschen. Viele Erschießungen, Folter durch die Polizei….

Und wir drehen durch, weil wir Masken tragen sollen….

Wir redeten noch ein paar Minuten und dann haben wir uns gegenseitig alles Gute gewünscht.


Nun war es Zeit, aufzubrechen. 15 Minuten  zur MRT (Metro) laufen, bis Sukumvith fahren, umsteigen in den Sky Train und weiter nach Ekkamai. Dort zum Busbahnhof laufen und einen Bus schnappen. 

Hölle. Bis hierher war alles perfekt. Das Nahverkehrssystem hier ist (bis auf die Busse) einfach und transparent. Alles sehr professionell. 






Aber die Mikrobus-Leute sind alles Verbrecher. Der Bus wurde bis oben hin vollgestopft, es gab noch nicht mal Platz für das Gepäck. Wir hatten alle unsere Rucksäcke und Koffer auf den Knien. 3 Stunden lang! 




Aber als ich in Pattaya ankam, wurde ich entschädigt. Ein Super-Hotel, Super-Zimmer und supernette Rezeption.

Dann habe ich mich erst mal auf den langen Marsch gemacht. Zum Busterminal. Fast 3 km hin und die Strecke bot keinen Schatten. Aber ich bekam einen ersten Eindruck von diesem Sündenpfuhl. Nun ist der Stadtteil Jomtien nicht das Zentrum des Bösen. Das ist weiter südlich. Hier soll es angeblich gesitteter zugehen. 

Was auffällt: Rentner.

Viele Rentner, meistens Männer. Aber nur selten in Thai-Begleitung. Ich denke, die haben sich folgendes gedacht:

Hier ist es warm und billig. Pattaya ist international. Hier wohnen bald mehr Farang als Thai. Für 50.000€ bekommt man hier ein neues Appartement in einem der Condos. Mit Bewachung und Pool. 30qm eingerichtet mit Küche und Bad. Klar: 3 Monate Regenzeit, aber auch dann regnet es nicht den ganzen Tag. 


Hier in dem Stadtteil sind, würde ich sagen, über 80% so gestrickt. Der Rest ist eventuell wegen der Frauen hier. Aber: so what? Wenn beide einverstanden sind?












Zwischendurch immer mal wieder Massagesalons, aber ältere Herren brauchen schon mal eine Massage….


Allerdings ist es jetzt noch hell. Bin auf nachher gespannt…..


Am Busterminal ging es schnell. Ich habe ein unchristliches Ticket für 7:30 gekauft. Für einen großen Bus. Der die Strecke in 2 Stunden schafft. Er fährt bis zum Airport, von da aus nehme ich auch wieder den Skytrain und dann die MRT. Wahrscheinlich insgesamt um die 3 Stunden bis ins Hotel. Besser. 


Zurück bin ich dann am Strand entlang gelaufen. Ein Thai-Strand mit vielen vielen vielen Schirmen. Die Sonne darf hier nicht an die Haut kommen. Blass ist angesagt. 

Der Sand ist grob und nicht sehr breit. Dafür ist er endlos lang. Und ziemlich voll. Die Thais sitzen hier gerne im Schatten und im Wind und essen und trinken dabei. Andere Länder, andere Sitten. Morgen werde ich mir das alles genauer ansehen. Ich komme auch an einem Nachtmarkt vorbei. Hauptsächlich gibt es hier was zu essen. Vielleicht gehe ich später noch mal hin. 










So war es auch. Kurz nach 8 war ich am Nachtmarkt. Es war ziemlich voll und es gab auch leckere Sachen. 

Und was mache ich? Papayasalat! Irgendwie habe ich da einen nahezu unstillbaren Appetit drauf. Und man kann den bei der Hitze auch gut essen. NOCH schöner wäre es, wenn sie das mit dem ‚medium spicy‘ hinkriegen würden. Oder ist es die Schärfe, die mich so anregt? Saulecker! 

Man saß da auch ganz schön und es gab sogar annehmbare Musik. Nicht schlecht.

Jetzt wollte ich aber noch ein Abenteuer erleben. Option 1 war Family Mart. Das ist eine ganz normale Supermarktkette, aber die haben vor dem Markt Tische und Stühle. Und da saßen eine Menge Leute und tranken Bier. Wie wäre es wohl, sich wie ein Resident da drunter zu mischen? 

Irgendwie hatte ich Lust dazu. Schon 2 mal haben Leute zu mir gesagt: you are resident, right? 

Ich bin der typische resident. Deutsch, älteres Baujahr, mittlerweile auch ein wenig gebräunt, und dann vor allem hier in Pattaya: das passt. Aber die Leute da waren irgendwie gruselig, und außerdem hatte ich ja noch Option 2: der deutsche Hilfe Punkt.




Die Kneipe ist nicht weit von meinem Hotel, und da wäre es bestimmt auch schön. Aber als ich da ankam, war leider zu! So ein Mist! Ein Stück weiter war noch eine Bar und das war ein Glückstreffer. Ich war noch 20m entfernt, da stürzte mir eine junge Thai entgegen, die sich wohl auf den ersten Blick in mich verliebt hatte. Sie nahm mich in den Arm und nannte mich „Honey“ (weil ich so süß bin). 

Was für ein Glücksfall! Und da waren noch mehr Thai-Mädchen, die schienen auch alle ganz wild auf mich zu sein! War ich im Paradies?

Ich habe denen dann aber (auf Deutsch) gesagt, dass ich über eine Heirat nachdenke und ihnen das Ergebnis morgen mitteilen werde. 

Tja, so schnell kann‘s gehen.

Aber um der Wahrheit die Ehre zu geben. Bis auf die Umarmung waren die nicht aufdringlich und mein Portemonnaie (ich habe das sofort gecheckt) war auch noch da. 🥰


Jetzt aber mal Butter bei die Fische. Warum bin ich hier? Ich wollte doch noch mal an den Strand oder an die Sonne. Ko Lanta war mir da etwas zu einsam. Und von einem Muckibudenkumpel, der gerade auch hier ist, wusste ich, dass hier ein ziemlich normales Leben stattfindet. 

Allerdings. In meinem tollen Hotel ist außer mir, glaube ich, nur noch ein Gast. Und die Hotelmannschaft ist ab 21 Uhr weg. Als ich vorhin ins Hotel kam (die Codekarte öffnet die Eingangstüre) kam ich mir ein wenig vor, wie in „Shining“…..

Donnerstag, 21. April 2022

21.4.2022 Auf nach Bangkok

Guter Start. Gut geschlafen, raus auf die Terrasse, lesen, Frühstück. Ich wäre gerne noch mal ins Meer gesprungen, aber wohin dann mit der nassen Badehose? 

Außerdem habe ich mich schon gestern Abend von der Andaman-See verabschiedet. 






Um 8:41 (vereinbart war 8:40! 😊) stand der Bus vor meiner Türe. Excellent! Ich setze mich direkt auf den Premium-Platz neben dem Fahrer, das garantiert eine entspannte Fahrt. 

Und Entspannung können meine Mückenstiche gut vertragen. Auch die 2-3 neuen, die dazu gekommen sind.

Die Fahrt geht gut vorbei und die Wartezeit am Flughafen ebenso. 

Disziplin ist allerdings nicht die Stärke von Fluggästen. Obwohl in Gruppen nach Reihen eingestiegen werden soll, drängt alles nach vorne. Das Einsteigen dauert nur deshalb länger, weil die, die gerade dran sind, nicht durchkommen. 


Und was die Leute für Gepäck mithaben. Ich mache mir ins Hemd mit meinem kleinen Rucksack und der Tasche, aber (vor allem die Einheimischen) kommen mit Schrankkoffern an. Bis die mal verstaut sind…

Ich sitze am Gang und neben mir ein Teenager mit Flugangst. Bei Start und Landung atmet er, glaube ich, nicht. Armer Kerl!


Wie das Aussteigen verlief, weiß ich nicht. Ich gehörte zu den Privilegierten in den ersten 10 Reihen und war schnell draußen. 

Ein öffentlicher Bus soll mich zur Khao San Road bringen, leider muss ich 40 Minuten warten. 






Aber dann bringt mich der Bus unkompliziert zur Khao San Road. Von da aus muss ich noch 15 Minuten laufen zu meinem neuen Guesthouse.

Das „normale“ hatte kein Zimmer frei, aber hier bin ich überrascht. Der Wirt ist Italiener und unglaublich freundlich und hilfsbereit. Wow! Und seine Thai-Frau ebenfalls. Innerhalb kürzester Zeit arbeiten mir die beiden 3 Alternativen für meine nächste Tour aus. 

Und das Zimmer ist einfach, aber wirkt ganz ok. Alles da. klima, Bad, Fenster, Kühlschrank, sogar Frühstück wird es morgen früh hier geben. Wow!


Also kurz Gepäck einlagern und los. Zwischen dem Hostel und der Khao San Road liegt eine 14-spurige Straße. Man hat 70 Sekunden rot und dann 40 Sekunden grün. Das,ist ganz schön knapp, selbst für mich. Der Lärm und die Abgase sind, zusammen mit der Hitze, bemerkenswert.






Auf der Khao San bin ich dann sofort zuhause. Der erste Tuktukfahrer spricht mich an: ob ich ein Tuktuk will. Ich mache das Handzeichen für „laufen“. Er erwidert mit  dem Handzeichen für „ficken“. Willkommen! 

Die Khao San ist immer noch eine Katastrophe. Anders als vor ein paar Wochen, als ich Sonntags morgens kurz hier war. Da war sie verschlafen. 

Aber jetzt sieht man: sie ist tot. Es gibt noch Shops, Kneipen und ein paar fliegende Händler, aber (zumindest um 17 Uhr) vielleicht 30% von dem, was hier früher los war. Wenn irgendwo auf der Welt der Pabst geboxt hat, war das hier. 

Sehr schade. Ich glaube, Bangkok hat eine seiner liebenswürdigsten und schrägsten Sehenswürdigkeiten verloren. 






Heute war ein Reisetag. Aber der hat auch gut getan. Ich habe heute morgen geduscht und bin immer noch frisch. Aus dem klimatisierten Bungalow in den klimatisierten Bus, dann ins klimatisierte Terminal am Airport in Krabi, ins klimatisierte Flugzeug, dann weiter ins klimatisierte Terminal am Airport in Bangkok, in den klimatisierten Bus und ja, mein Zimmer hier hat auch Klima.

Nur der ca. 90minütige Spaziergang gerade, der war bei (immerhin) 32 Grad.


Abends bin ich dann noch in dem Viertel, in dem ich jetzt wohne, essen gewesen. Das gehört hier noch zur Altstadt (das wusste ich nicht) und hat echt Charme. Ich fand eine kleine Garküche und habe ein leckeres Nudelgericht gegessen. Danach bin ich dann zur Khao San, oder besser gesagt: zu einer Nebenstraße davon gegangen. Dort ist eine Kneipe, die machen immer live-Musik. Und  zwar immer die alten Klamotten, von Hotel California über Satisfaction bis hin zu Sultans of Swing, und zwar recht ordentlich. Da sitze ich immer gerne auf einen Absacker. 

Aber auch da war es heute sehr ruhig. Das ganze lebt davon, dass man die vorbeigehenden Passanten beobachtet - und normalerweise ist das gaaanz großes Kino.

Am besten sind immer europäische (englische?) Mädchen, wo ich so denke: weiß deine Mutter, wie du hier rumläufst?

Aber besser, sie weiß es nicht. Ich war auch auf der Khao San, aber die war irgendwie nur noch laut und prollig, und die Zahl der Schlepper vor den Kneipen hielt sich mit der Zahl der Touristen vielleicht gerade so die Waage….




Mittwoch, 20. April 2022

Mittwoch, 20.April 2022 Motorradtour auf der Insel

12

12 Monate hat das Jahr und 12 Mückenstiche habe ich. Nachts bin ich aufgewacht, weil es so gejuckt hat. Also Cortison drauf und noch mal mit Mückenschutz eingesprüht. Furchtbar. Ich reagiere da ziemlich sensibel drauf und habe auch immer lange was von den Stichen. 

Aber jetzt genug gemeckert. Nach einem kleinen Frühstück habe ich mich auf das Mädchen-Moped (denn genau das ist es mit den ganzen bunten Aufklebern) gesetzt und meine Runde begonnen. 




Ziel war erst mal Ko Lanta Old Town. 

Das ist die erste Ansiedlung im Südosten der Insel und hier stehen noch alte Thai-Häuser. Gegründet wurde der Ort gemeinsam von Thailändischen Fischern, Chinesischen und Malayischen Siedlern. Also Multikulti. 

Die Straße dort hin ist sehr neu, keine Schlaglöcher, kaum Kurven, in denen man Gas wegnehmen muss. 

Aber ich fahre ohnehin langsam. Hinter mir ist keiner und so genieße ich bei 40 km/h die Aussicht und den erfrischenden Fahrtwind. 








Das ist  echt cool. Und so trödele ich durch kleine Wälder, Dörfer, Bananen- Kautschuk- und Palmölplantagen. 

Im Grunde genommen geht es um den Berg herum. In der Mitte der langgezogenen Insel ist ein Berg, und um den herum führt die Straße. Eine herrliche Fahrt.




An den Telegrafenmasten sah ich immer so trichterförmige Netze, die verhindern sollen, dass hier jemand hochklettert. An den Festmachern von Schiffen hat man das auch, um Rattenbefall zu verhindern. Aber vor wem sollten die Maste und Drähte geschützt werden? Erst, als auf der Rückfahrt ein ziemlich großer Affe meinen Weg kreuzte, verstand ich den Sinn.

Wenn man von dieser Ringstraße links abbiegt, fährt man direkt auf einen langen Jetty zu.  Auch hier. Alles verwaist. Hier hat schon lange kein Schiff mehr angelegt. Ein alter, indonesisch wirkender Frachter liegt als Wrak neben dem Jetty. Die Altstadt klebt quasi an der Küste und steht größtenteils auf Stelzen im Wasser. Natürlich besteht der Ort nur aus Textil-Shops, Restaurants, Tourbüros und Souvenirläden. 










Ich komme auch an einer Voliere vorbei. Da sitzen 6 Vögel drin. Einer von denen schreit ganz furchtbar laut und ein anderer (ich kann nicht sehen welcher) spricht! Ich schwöre: der spricht!




Nicht in meiner Sprache, aber es hört sich so an, als ob er grummelt: „immer diese Touristen. Und der Idiot neben mir schreit immer, dann kommen sie her!“

Ansonsten es ist sehr ruhig. Immer, wenn ich irgendwo vorbeikommen laufen eilfertig Bedienstete mit Speisekarten etc nach vorne. Die Geschäfte laufen auch hier nicht gut. Ich sehe 2 weitere Touristen.

Man erkennt sie immer von weitem, weil sie beim Mopedfahren Helm tragen.

Und jetzt muss ich ein Geständnis machen. Ich schwöre: ich bin kein Helmleugner. Zuhause trage ich immer Helm und würde das auch nicht in Frage stellen. Aber hier, bei dem geringen Verkehrsaufkommen und bei den Temperaturen…..

Als ich von der Altstadt weitergefahren bin, habe ich den Helm unter dem Sitz gelassen. 

Shame, shame, shame.

Aber es war herrlich!

Aber vorher wurde ich noch konsultiert. Ich hatte mir einen Eis-Cappuccino gekauft und mich auf eine Schattenbank gesetzt. Da rief mich jemand. Es waren Leute vom Touristenbüro, wie man unschwer an den grünen Shirts mit Aufdruck sehen konnte.  Sie wollten meine Meinung hören. 

Es ging um eine (Papier)Landkarte der Insel. Man wollte einen Detailausschnitt von Old Lanta auf der Karte platzieren und wusste nicht, ob man Sie nach Norden ausrichten sollte, oder so, wie der Tourist es in dem Augenblick sieht. Für mich war klar, das die Nordausrichtung die einzig richtige Lösung war, aber die Läger hier waren gespalten. Also war ich mehr Schiedsrichter als Ratgeber. Ich glaube aber, dass am Schluss alle zufrieden waren.


Danach ging es nach Bang Lang Sot im Norden. Es ist ein kleines (Fischer)Dörfchen mit den vielen Taucher Shops, Restaurants und Tourorganisationen. Alles ziemlich heruntergekommen, sicher auch ein Opfer der Pandemie. Überall hängen Plakate mit Fährverbindungen und Abfahrtszeiten….heute fährt hier kein Schiff mehr.










Es folgte eine Fahrt zur Fähre, mit der ich gekommen bin. Ich wollte mir das einfach noch mal ansehen; war aner unspektakulär. 




Auf dem Weg zur großen Brücke begegnete mir ein recht großer weiß-brauner Raubvogel. Könnte ein Seeadler gewesen sein, wie gesagt, auf Langkawi (und das ist nicht weit von hier) gab es vor 9 Jahren noch große Populationen. 

In dem kleinen freundlichen Restaurant direkt neben meinem Ressort habe ich dann (wieder mal, ich kann nicht anders) einen 

Sauleckeren Papayasalat bekommen. In dem Restaurant gestern Abend musste ich übrigens erfahren, dass es 10-12 verschiedene Arten gibt, den Salat zu machen. Man bekommt ihn auch mit Fisch oder Fleisch. Ich werde es herausfinden.






Jetzt war erst mal chillen am Strand auf dem Plan. Abhängen, schwimmen, lesen, Musik hören. Und jetzt von vorne: Abhängen, schwimmen, lesen, Musik hören.




Und so weiter. 

Morgen früh ist die Abreise. 

Es ist schon seltsam, ganz alleine in so einer Anlage zu wohnen. Kein anderer Gast, keiner, den man mal was fragen kann….

Die Tourismusindustrie hat schwer einen auf die Mütze bekommen, die Leute können einem echt leid tun. 

Dienstag, 26. April 2022 Abreise

Eigentlich hätte ich heute umziehen müssen. Ich habe mir doch noch ein Zimmer hier genommen, damit ich den langen letzten Tag ein Zuhause ha...